Interview mit Dero 28.10.2017

 

INTERVIEW IM DARKTOWER MIT DERO GOI

 

Frage1: O!T
James Quinn hat uns gefragt, ob ihr schon wisst, wann ungefähr euer nächstes Album erscheinen könnte. Erscheinen eventuell schon bald die ersten Hörproben?

 

Dero: Nein. Wir haben zwar vor, das Album nächstes Jahr zu veröffentlichen. So ist zumindest unser Plan und wir tun auch alles dafür, dass er umgesetzt wird. Aber Hörproben gibt es noch nicht - nur für uns - intern :-)

 

O!T: Wird es wieder einen Trailer oder vielleicht einen Studioreport geben?

 

Dero: Wenn es soweit ist - mit Sicherheit - auf jeden Fall.

 

Frage2:
Viele haben danach gefragt, ob es wieder Fan-Partys (Oomph!days/-night) geben wird?

 

Dero: Ja, ich denke schon. Es macht Sinn, das zum nächsten Album wieder zu machen. Wenn das Album veröffentlicht ist oder kurz vor der Veröffentlichung steht, dann passt das ganz gut. Ich denke, dass das Stereowerk in Braunschweig eine gute Location dafür ist. Dort könnte man das zum Beispiel wieder veranstalten.

 

Frage3:
Oomph!Teufelchen: Euer letztes Konzert ist ja dieses Jahr im November beim „Gothic meets Klassik“-Festival. Freut ihr euch schon drauf und seid ihr da eigentlich zum ersten Mal dabei?

 

Dero: Ja, wir sind zum ersten Mal bei der klassischen Variante. Im Haus Auensee waren wir schon einmal. Wir freuen uns schon darauf, mit dem Orchester zu proben und aufzutreten. Das ist immer etwas ganz besonderes. Da ist viel Fingerspitzengefühl gefragt, weil es sehr schwierig ist mit einer Rockband und einem Orchester zusammen zu spielen. Wir hatten ja schon mal das Vergnügen beim Pop meets classic in Braunschweig. Das ist ähnlich. Von daher ist das jetzt nicht etwas ganz Neues für uns. Aber ich denke, wir kriegen das Kind schon geschaukelt. Zumindest hoffen wir das.

 

O!T: Bei Pop meets classic habt ihr ja zwei oder drei Tage vorher geprobt? Müsst ihr jetzt auch wieder einige Tage vorher anreisen für die Proben.

 

Dero: Ja, das ist genauso wie beim Pop meets classic.

 

O!T: Wir haben auch einige Fragen auf Englisch bekommen:

 

Frage4: O!T
Maria Danilova asks: What is more important for you, having fun during the creative process or to create something really outstanding?

 

(Was ist für dich wichtiger, Spaß zu haben während der kreativen Phase oder etwas wirklich Außergewöhnliches zu erschaffen?)

 

Dero: I think, you can ́t plan to create something really outstanding. It just happens, you know? It ́s a process. You have to wait until you´re finished and then you have an idea of something to be really special, but you need the response of the outer world to really know if something is outstanding. So it ́s really hard, you cannot plan to create something special. So it ́s nice to have the response of the fans concerning an album or a certain song.

 

(Dero: Ich denke, du kannst es nicht planen, etwas wirklich Außergewöhnliches zu erschaffen. Es passiert einfach. Du musst abwarten, bis du fertig bist und dann hast du eine Idee davon, ob etwas wirklich besonders ist, aber du brauchst die Reaktion von der Welt da draußen, um wirklich zu wissen, ob etwas Außergewöhnlich ist. Deshalb ist das wirklich schwer, gerade weil du das nicht planen kannst. Deshalb ist es toll, wenn du die Reaktionen der Fans bezüglich eines Albums oder eines bestimmten Songs hast.)

 

O!T: Maria Danilova: Have you ever thought, that satisfaction blinds you?

 

(Hast du jemals gedacht, dass dich Zufriedenheit blind gemacht hat?)

 

Dero: I think there are so many parts within our daily life, where there is satisfaction. Can satisfaction blind us? Maybe, but as it is with almost everything in the world, you can get addicted from satisfaction. So you have to be careful, because addiction always leads to something bad. It is just devastating and destroying…

 

(Ich denke, da gibt es so viele Teile innerhalb unseres täglichen Lebens, wo es Zufriedenheit gibt. Kann uns Zufriedenheit blenden? Vielleicht, aber das ist wie mit fast allem auf dieser Welt so, dass du nach Zufriedenheit süchtig werden kannst. Deshalb müssen wir vorsichtig sein, nicht abhängig zu werden, denn Abhängigkeit führt nie zu etwas wirklich Gutem. Sie ist nur verwüstend und zerstörend.

 

Frage5: O!T
Which of your songs was born in pain and which do you think was the easiest? (Maria Danilova)

 

(Welche eurer Songs wurden „unter Schmerzen geboren“ und welcher, denkst du, war am einfachsten?)

 

Dero: I think, our art is always born from pain, from suffering and from our dark sides of our souls. To us, music was always a tool to therapy ourselves. In our case, it ́s always rather connected with negative things, but that´s okay. I mean, you can use art to get to know yourself better and to get along with bad parts of your personality. That´s a good thing about art.

 

The easiest song? There used to be a couple of songs, which were pretty easy to create and there are a couple of songs, which were very heavy to write. But you cannot say, that the easiest song is the better one or vice versa. Sometimes it takes longer, sometimes it happens fast.

 

(Ich denke, unsere Kunst entsteht immer unter Schmerzen, und wird aus Leid und aus unseren dunklen Seiten innerhalb unserer Seelen geboren. Für uns war Musik immer eine Art Werkzeug, um uns selbst zu therapieren. Das ist im unserem Fall meistens verbunden mit ziemlich negativen Dingen, aber das ist auch gut so. Ich meine, wir können Kunst dazu verwenden, uns selbst besser kennenzulernen und mit unseren schlechten Persönlichkeitsanteilen besser zurechtzukommen. Das ist das Gute an Kunst.)

 

Frage6: O!T
Who is doing the job on the drums, when you record an album? Is this Dero or have you invited some of your live members? (Polina Ipatova)

 

(Wer spielt denn das Schlagzeug, wenn ihr ein Album aufnehmt? Ist das Dero oder ladet ihr andere Mitglieder der Band ein?)

 

Dero: I ́m responsible for the drum works on our studio albums. That ́s a good thing. It ́s fun and I like that part within my job in the band.

 

(Ich bin für das Schlagzeug auf unseren Studioalben verantwortlich. Das ist eine tolle Sache. Es macht Spaß und ich mag wirklich diesen Teil meines Jobs innerhalb der Band.

 

O!T: Das müsstet ihr eigentlich mal aufnehmen und z.B. auf youtube hochladen.
(Actually you have to record and upload it on youtube for example.)

 

Dero: Ah, ja…okay! (schmunzelt)

 

Frage7: O!T
Jasmin möchte von euch wissen, ob ihr dieses Jahr auf eurer Russland-Tour viele neue Eindrücke sammeln konntet, die euch vielleicht für das neue Album inspiriert haben?

 

Dero: Eigentlich inspiriert einen alles, was im täglichen Leben passiert. Manche Sachen inspirieren einen mehr unterbewusst und andere wieder bewusster. Natürlich hat uns auch die Tour sehr beeinflusst und die Energie, die vom Publikum rüberkam. Wir haben versucht, diese ins Studio zu transportieren. Als wir die erste Rutsche für das Album geschrieben haben, waren wir also quasi noch fast auf der Bühne. Ich hoffe, dass man das auch spürt und hört, weil die Songs sehr gitarrenlastig und voller Energie sind. Das ist unter anderem das Positive, was man so mitnehmen kann von einer Tour.

 

Frage8: O!T
Kathrin Icke fragt, ob es nicht mal wieder eine DVD mit Live-Konzerten, Musikvideos, Making- ofs-, oder mit einem Blick hinter die Kulissen und/oder evtl. mit Gesprächen mit den Fans geben könnte?

 

Dero: Das wäre natürlich eine ganz tolle Sache. Es muss sich logischerweise der richtige Rahmen dafür finden. Die Zeit wird immer schnelllebiger. Das wisst ihr selbst. Es gibt kein Musikfernsehen mehr, d.h. Musikvideos werden fast ausschließlich nur noch fürs Internet produziert. Von daher hat sich ganz viel verändert. Man muss sehen, wo es passt. Wir hatten ja selbst daran auch immer viel Spaß. Das sieht man auch an den jeweiligen kleinen Filmchen.

 

O!T: Das sieht man auf jeden Fall in den Videos. Da wird viel nachgefragt. Lukas Möller fragt, ob es vielleicht eine Fanbox geben wird?

 

Dero: Das haben wir sicherlich vor. Für das nächste Album wird es so etwas geben. Das sage ich jetzt einfach mal. Das macht Spaß, aber es wird mit Sicherheit nicht 678 verschiedene Versionen geben, aber bestimmt wieder ein paar schöne Pakete. Sonst wäre es ja auch Verarschung.

 

O!T: Bei welcher Plattenfirma seid ihr jetzt eigentlich?

 

Dero: Das ist das sahnige Geheimnis von Dany & Sahne. (schmunzelt) Wir werden das bei Zeiten bekanntgeben und halten euch auf dem Laufenden, wenn es spruchreif ist.

 

Frage9: O!T
Könntet ihr euch vorstellen, 1-2 Songs für ein Album auf russisch aufzunehmen und dann auf Tour zu spielen? (Jasmin)

 

Dero: Ich habe gemerkt, dass es sehr schwer ist, die russische Sprache korrekt auszusprechen, da die Phonetik nicht einfach ist. Da bräuchte ich wahrscheinlich ganz viel Training mit einem russischsprachigen Menschen. Keine Ahnung, ob ich so viel Zeit hätte, aber wenn sich die Zeit dafür bieten würde, hätte ich natürlich Lust darauf. Am meisten Sinn würde das vielleicht auch ergeben, wenn man das zusammen mit einem russischsprachigen Musiker machen würde.

 

Mal sehen, ausgeschlossen ist das nicht. Spaß würde es mir in jedem Fall machen. Aber ich möchte das dann natürlich auch richtig machen und nicht so, dass man sich darüber totlacht.

 

O!T: Also das was wir in Russland gesehen bzw. gehört haben, war gar nicht so schlecht. Der Song ist richtig toll.

 

Dero: Das war erst mal ein kleiner Exkurs, so eine Art Training mit offenem Ende. Mal sehen, ob es noch mehr wird.

 

Frage10: O!T
Rebecca Schneidt asks, if you ever have thought about a complete acoustical album?

 

(Rebecca Schneidt fragt, ob ihr jemals darüber nachgedacht habt, ein komplettes akustisches Album zu machen?)

 

Dero: Yeah, we never did this before, so it ́s about time to do such an album. Maybe for our thirtieth anniversary. Who knows?

 

(Ja, das haben wir noch nie gemacht, deshalb ist es wirklich an der Zeit, ein solches Album zu machen. Vielleicht zu unserem dreißigsten Jubiläum. Wer weiß?)

 

Frage11: O!T
Ihr seid ja schon einige Male in Russland, Weißrussland und in der Ukraine gewesen. Was konntet ihr da bisher besichtigen und was würdet ihr euch gerne noch ansehen? (Jasmin)

 

Dero: Wenn wir die Zeit hatten, haben wir uns durchaus immer einiges angesehen und Sightseeing gemacht. Wir hatten immer das Glück, dass der Veranstalter uns gefragt hat, was wir uns ansehen möchten, und dass sie uns angeboten haben, uns in der jeweiligen Stadt rumzufahren. Darum machen wir das eigentlich auch immer. Ich muss jedoch zu meinem Leidwesen gestehen, dass ich im Hotelzimmer bleibe, wenn ich im Winter toure, weil die Gefahr einfach zu groß ist, dass man sich erkältet und die Tour deshalb abgebrochen werden muss.

 

Frage12: O!T
In einem Interview hast du mal erwähnt, dass du gerne auf Festivals im Ausland auftrittst und das interessant findest, weil man da auch mal andere Bands trifft, die man nicht kennt. Sind dir da welche positiv aufgefallen und wenn ja welche?

 

Dero: Immer wieder fallen mir über die Jahre Bands auf, die ich zum ersten Mal auf einem Festival sehe. Vor einiger Zeit, ca. 1998, haben wir das erste Mal auf einem französischen Festival gespielt. Da habe ich die Band „Muse“ gesehen, die damals noch kein Schwein kannte. Ich fand sie damals schon irgendwie interessant und sie machten sehr extravagante Sachen. So ging mir das mit ganz vielen Bands. Irgendwann haben wir auch mal auf einem Festival gespielt und da dachte ich mir: „Was ist denn das für eine komische Band? „Rammstein“? Die habe ich noch nie gehört.“

 

O!T: Na heute kennst du sie bestimmt. :)

 

Dero: So geht es mir eben mit ganz vielen Bands, wenn man sie das erste Mal auf einem Festival sieht.

 

Frage13: O!T
Polina asks: Do you like to cooperate with some non-german-speaking musician and if yes, who is it?

 

(Würdest du gerne einmal mit einem Musiker zusammenarbeiten, der nicht deutsch spricht, und wenn ja, welcher wäre das?)

 

Dero: I would like to cooperate with many musicians. If I had a time machine to travel back in time, I would like to work with John Lennon, Elvis Presley and Frank Sinatra, for example. Nowadays I would like to work with Björk for example, because I like and adore her since decades. She is really great. Or Mike Patton from Faith no more. There are many artists, which I appreciate. So why not?

 

(Ich würde gerne mit vielen Musikern zusammenarbeiten. Wenn ich eine Zeitmaschine hätte und in der Zeit zurückreisen könnte, würde ich zum Beispiel gerne mit John Lennon, Elvis Presley und Frank Sinatra zusammenarbeiten. Heutzutage würde ich zum Beispiel gerne einmal mit Björk arbeiten, weil ich sie seit Jahrzehnten bewundere und anbete. Sie ist wirklich großartig. Es gibt so viele Künstler, die ich toll finde. Auch Mike Patton von Faith no more. Warum also nicht?)

 

Frage14: O!T
Wir haben vor kurzem auf Facebook gesehen, dass Du mit Chris Harms zusammen in Hamburg im Studio warst. Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Chris Harms?

 

Dero: Wir haben uns irgendwann mal kennengelernt, geredet und zusammen gefeiert. Irgendwann kamen wir dann auf die Idee, dass man mal auch etwas zusammen machen könnte. Das haben wir nun ausprobiert. Schauen wir mal, was draus wird.

 

O!T: War dieses Zusammentreffen für Lord of the Lost oder für Oomph! oder war das ein ganz anderes Projekt?

 

Dero: Lasst euch überraschen.

 


 

Frage15: O!T
Could you call us the names of the artists (painters), you associate emotionally and visually with your music? (Polina Ipatova)

 

(Könntest Du uns die Namen der Künstler (Maler) nennen, die du gefühlsmäßig und visuell mit deiner Musik assoziierst?)

 

Dero: Maybe Rembrandt, for example. He was doing dark art also and he had a real emotional approach on light, which I love very much. This pretty much fits to our music.

 

(Zum Beispiel vielleicht Rembrandt. Seine Kunst ist auch düster und hat eine wirklich emotionale Wirkung durch seinen Einsatz des Lichtes, was ich sehr liebe. Das passt ziemlich gut zu unserer Musik.)

 

Frage 16: O!T
What music did you like as a teenager and which artists/bands do you like actually? „I need some new music.“ :D (Jennifer Renee)

 

(Welche Musik hast du als Teenager gehört und welche Künstler/Bands magst du aktuell? „Ich brauche neue Musik.“)

 

Dero: I grew up with Bands like Depeche Mode, The Cure and Sisters of Mercy. Those are basically the artists, who influenced me the most during my teenage time. And now? Sometimes I ́m so fed up with my own music, that I’m trying to avoid to listening too much music in my spare time, I don ́t know. When I ́m listen to music, it ́s stuff, that doesn't have too much in common with what I do myself. It´s soundtracks, classical music or jazz music, for example. So, sometimes I need to explore complete different horizons. Otherwise art would become too incestuous. I don ́t like that approach. When I read or listen interviews with other musicians in which they say: „Yeah, I like to listen to my music at home every day!“, I think „Wow, what the fuck!“. I mean, when you are in the studios, you are listening to your music thousands of times and when you are finished with your album, you go on tour. You perform it on stage. And you still listen to it at home? C´mon…

 

(Ich bin mit Bands aufgewachsen wie Depeche Mode, The Cure und Sisters of Mercy, Das sind im Grunde die Künstler, die mich während meiner Teenagerzeit am meisten beeinflusst haben.
Und heute? Ich bin meiner eigenen Musik manchmal so überdrüssig, dass ich es vermeide, zu viel Musik in der Freizeit zu hören. Wenn ich Musik höre, dann sind es meist Sachen, die nicht viel gemeinsam haben mit der Musik, die ich selbst mache. Das sind dann Soundtracks, klassische Musik oder Jazzmusik oder was auch immer. Deshalb muss ich manchmal einfach ganz neue Horizonte entdecken. Andererseits käme das vielleicht auch zu sehr einem künstlerischen Inzest gleich. Ich weiß es nicht. Ich mag diese Annäherung an Kunst nicht. Wenn ich Interviews von anderen Musikern lese oder höre, in denen sie behaupten: „Yeah, ich mag das, zuhause ständig meine eigene Musik zu hören!“, dann denke ich:“Wow, was zur Hölle!“ Ich meine, wenn du im Studio bist, dann hörst du deine Musik tausendmal. Wenn du ein Album fertig hast, gehst du auf Tour und performst die Musik dann auf der Bühne. Und du hörst diese Musik dann immer noch zuhause? Komm schon…)

 

O!T: I understand. This would be too much!

 

(Da kann ich dich verstehen. Andererseits würde das zu viel werden.)

 

Dero: How narrow minded must be your world. I don ́t know. It ́s not my thing!

 

(Wie engstirnig muss deine Welt sein? Ich weiß nicht. Es ist nicht mein Ding! )

 

Frage17: O!T
Markus Schnell möchte wissen, welche Bücher du gerne liest?

 

Dero: Da bin ich auch relativ vielseitig. Ich lese gerne diverse Fachliteratur, z.B. aus den Bereichen Psychologie und Philosophie, aber durchaus auch Romane. Was ich komischerweise nicht ganz so gerne lese ist Science-Fiction-Literatur, dann schon lieber Novellen, die in der Vergangenheit spielen.

 

O!T: Meinst du historische Romane?

 

Dero: Ja auch, oder solche, die sich nur an historischen Daten orientieren.

 


 


 

O!T:
Jennifer Renne asks, if you ́re reading fan-fictions of you?

 

Jennifer Renne fragt, ob du auch Fan-Fictions über dich liest?)

 

Dero: Not that often. (lachend)

 

(Nicht allzu oft.)

 

Frage18: O!T
What hobbies do you have? Do you like traditional board games like chess, checkers, and so on? (Polina Ipatova)

 

(Welche Hobbies hast du? Magst du traditionelle Brettspiele wie Schach, Dame usw...)

 

Dero: Chess is great. There are a lot of board games, which I like. I grew up in the 70`s and 80 ́s. And those were the times of board games. Which hobbies do I have? I think pretty normal stuff. I like to cook with friends, for example, or I go to the cinema. I ́m not collecting bones or whatever.

 

(Schach ist toll. Es gibt viele Brettspiele, die ich mag. Ich bin in den 70ern und 80ern aufgewachsen. Das war die Zeit der Brettspiele. Welche Hobbys habe ich?Das sind ganz normale Sachen. Z.B. koche ich gerne mit Freunden oder gehe ins Kino. Ich sammle jedenfalls keine Knochen oder so etwas.)

 

Frage19: O!T
Jenny würde es interessieren, was du früher gespielt hast, ob du ein Lieblingsspiel/-spielzeug hattest?

 

Dero: Das kommt jetzt darauf an in welcher Phase des Lebens. Als ganz kleiner Junge habe ich zum Beispiel ganz gerne mit Nopper gespielt. Das kennt heute keiner mehr. Das war so etwas ähnliches wie Lego, nur mit einer Art Stacheln aus Plastik. Monopoly oder Mensch-Ärgere-Dich-Nicht fand ich damals auch cool. Ich kann mich auch noch daran erinnern, als das erste Telespiel rauskam. Das war Pingpong. Damit kannst du natürlich heute keinen mehr hinter dem Ofen hervorlocken… ;-)

 


 

O!T: Das ist eine schöne Überleitung zu unserer nächsten Frage:
Jenny möchte wissen, ob du dich schon früher für elektronische Sachen interessiert hast? Sie hat z.B. noch immer einen ganz alten „Oldtimer“, einen C64. Was hast du denn als erstes gehabt an elektronischen Geräten?

 

Dero: Mein erster Musikcomputer war ein Atari ST. Und mein erster Synthesizer war ein Roland SH 101, ein analoger Synthesizer.

 

Frage 20: O!T
Jeremy Owen wanted to know, which profession you wanted to choose as a child except football player?

 

(Jeremy Owen möchte wissen, welchen Beruf du als Kind gewählt hättest außer Fussballspieler?)

 

Dero: Fireman (Feuerwehrmann)

 

Frage21: O!T
Claudia Zastrow möchte wissen, was das peinlichste war in deiner bisherigen Zeit als Musiker?

 

Dero:Mir ist permanent alles peinlich. Es gab schon ein paar peinliche Momente, aber das muss es auch geben. Das ist lustig. Danach lacht man sich drüber kaputt und freut sich, dass man jahrelang etwas zu erzählen hat. Scheiße ist nur, wenn man nicht über sich selber lachen kann.

 

O!T: Das stimmt. Manchmal sind das dann so schöne Insider, die sonst keiner kapiert außer den Leuten, die es mitbekommen haben.

 

Dero: Richtig, und manche davon möchte man auch gar nicht erzählen. (lacht)

 

Frage22: O!T
Do you think everybody deserve a second chance, no matter what he did? (Jeremy Owen)

 

(Denkst du, dass jeder eine zweite Chance verdient hat, egal was er getan hat?)

 

Dero: Yes, definitly. (Ja, definitiv!)

 

Frage23: O!T
Jasmin fragt: „Wie findest du es, wenn Kinder allgemein eure Musik hören? Da gibt es ja die verschiedensten Meinungen dazu.“

 

Dero: Das gehört verboten!!! Kinder dürfen keine Musik hören!!! (brüllt mit verstellter Stimme). *LOL*

 

Jasmin: „Wie findest du es, wenn Eltern Fans von einer Band sind und ihre Kinder im Alter von 6 Jahren mit auf die Konzerte nehmen? Ich persönlich finde es ein bisschen zu früh.“

 

Dero: Ja, das ist teilweise schon ein bisschen grenzwertig, aber letztlich ist es ja auch nicht verboten. Zum Beispiel finde ich es unter aller Sau, wenn Eltern ihren Kindern keinen Gehörschutz aufsetzen bei Konzerten. Ansonsten muss das jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich empfinde das zwar teilweise als Entwicklungsverstümmelung, wenn man seine eigenen Kinder zu der Musik mitnimmt, die man selber gut findet. Kinder und Jugendliche sollen doch ihren eigenen Scheiß herausfinden, den sie geil finden und nicht belästigt werden mit der Oldschool-Musik, auf die ihre Alten abfahren. Die Welt ist doch immer noch dann in Ordnung, wenn die Kinder Musik hören, die ihre Eltern nicht verstehen. Ich finde es immer ein wenig schräg, wenn Eltern mit ihren Kindern oder umgekehrt auf Konzerte gehen und beide das Zeugs abfeiern. Aber Jedem das Seine.

 

O!T: Es gibt aber auch Ausnahmen, die hören die Musik auch gerne.

 

Dero: Ja, das finde ich dann auch super, aber gleichzeitig eben auch ein wenig gruselig.

 

O!T: Unsere Zeit ist leider um. Du musst ja auch gleich wieder auflegen. Deshalb sagen wir: „Vielen Dank für das Interview und bis bald!“

 

Dero: Gerne!